Die Sterilisation der Frau

Die Sterilisation der Frau führt dazu, dass die Frau dauerhaft unfruchtbar wird. Diese Verhütungsmethode eignet sich am besten für Frauen, welche die Familienplanung abgeschlossen haben und keinen Kinderwunsch mehr haben. Während einer Operation unter Vollnarkose werden beide Eileiter durchtrennt und verschlossen. Das hat zur Folge, dass die Eizelle und das Sperma sich nicht mehr verbinden können. Nach der Sterilisation ist die Frau dauerhaft vor der Empfängnis geschützt. Eine weitere Verhütungsmethode muss daher nicht mehr angewendet werden. Im Weiteren wird die Frau durch die Operation nicht in ihren Empfindungen beeinträchtigt. Der Sexualtrieb bleibt erhalten und das Lustempfinden besteht nach wie vor. Die Hormonproduktion verläuft genauso, wie vor der Sterilisation weiter und der Beginn der Wechseljahre verschiebt sich bei fachgerechter Durchführung durch einen erfahrenen Arzt nicht.

Mutter und Sohn lachen

So wird die Operation durchgeführt

Die am häufigsten angewendete Operationsmethode ist ein Einstich in der Nähe des Bauchnabels. Am häufigsten wird die Operation durch einen Einstich in der Nähe des Bauchnabels mittels einer Bauchspiegelung beziehungsweise eine Laparoskopie durchgeführt. Bei diesem Eingriff verödet der Arzt entweder die Eileiter elektrisch über die Länge von einem Zentimeter oder diese werden mittels eines Kunststoff-Titan-Clips verschlossen. Damit eine bestehende Schwangerschaft weitestgehend ausgeschlossen wird, führt der Arzt die Operation in den meisten Fällen während der ersten Hälfte des Menstruationszyklus vor dem Eisprung aus. Der Eingriff erfordert eine Vollnarkose, sie kann aber auch unter einer Rückenmarksnarkose durchgeführt werden. Er erfolgt ambulant oder stationär in einer Klinik.

 

Kann die Unfruchtbarkeit rückgängig gemacht werden?

Heutzutage kann die Sterilisation der Frau unter bestimmten Umständen rückgängig gemacht werden. Der Erfolg einer solchen Operation ist jedoch nicht sicher und der Eingriff ist kostspielig und aufwendig. Daher sollte die Entscheidung für eine Sterilisation bei der Frau gut überlegt werden. Jüngere Frauen könnten die Unfruchtbarkeit nach einigen Jahren bereuen, falls ein Kinderwunsch später erneut aufkommt. Der Entschluss für eine solche Operation sollte daher gut abgewogen werden und die Frau sollte diese Entscheidung aus freien Stücken treffen, ohne Zwang. Vor der Durchführung der Sterilisation ist es sinnvoll, sich medizinisch sowie seelisch-psychologisch beraten zu lassen.

 

Sterilisation Frau vs Mann

Die Methoden der Sterilisation der Frau unterscheiden sich stark von den Operationsverfahren, die beim Mann angewendet werden. Die Sterilisation beim Mann, die auch als Vasektomie bezeichnet wird, ist ein wesentlich kleinerer Eingriff. Beim Mann wird ein kleiner Schnitt im Bereich des Hodens gemacht und dann werden die Samenleiter durchgetrennt. Bei der Frau muss hingegen ein Bauchschnitt gemacht werden. Die Behandlung ist dabei wesentlich aufwendiger als beim Mann. Bei verheirateten Paaren könnte daher die Frage, Sterilisation Frau vs Mann ein wichtiger Diskussionspunkt sein.

 

Sicherheit der Sterilisation bei der Frau

Die Sterilisation der Frau ist eine der sichersten Methoden zur Empfängnisverhütung. Nach der Statistik werden nur zwei von 1000 Frauen, welche sich zu der Operation entschlossen haben, schwanger. Jüngere Frauen tragen ein höheres Risiko schwanger zu werden als ältere Frauen. Der Erfolg der Behandlung ist stark davon abhängig, welche Methode für die Sterilisation bei der Frau angewendet wird und wie groß die Erfahrung und das Können des durchführenden Arztes sind. Im Nachhinein gibt es ebenfalls einige Risiken, die zu beachten sind. Denn es hat Fälle gegeben, in denen sich die Eierstöcke und die Gebärmutter wieder miteinander verbunden haben. Das Risiko für eine solche Verbindung ist erhöht bei einem Verschluss der Eileiter mit einem Clip. Bei der Verödung der Eileiter kommt so eine Verbindung seltener vor. Die Sterilisation ist trotz der selten vorkommenden Fehlschläge und des Risikos so sicher wie die Pille oder andere Verhütungsmittel auf hormoneller Basis einzustufen.

 

Wer trägt die Kosten?

Die Kosten der Sterilisation der Frau werden nur bei dem Vorliegen einer medizinischen Notwendigkeit von der Krankenkasse übernommen. Wenn eine Schwangerschaft eine Gefährdung für die Gesundheit der Frau oder des Kindes bedeuten würde, kann ein Antrag auf Übernahme der Kosten bei der Krankenkasse gestellt werden. In den übrigen Fällen muss die Frau den Eingriff selber bezahlen. Die Kosten belaufen sich, je nachdem, welches Operationsverfahren verwendet wird auf ungefähr 500 bis 1000 Euro.